Der Immobilien-Atlas 2019

Ein Auszug aus dem Artikel des €uro Magazins 10/2019:

Solange die Zinsen niedrig bleiben, steigen Kaufpreise und Mieten immer weiter. Doch vielerorts ist Wohnen bereits sehr teuer. 100 Städte, in denen es sich noch lohnt zu kaufen.

Osnabrück zählt vermutlich zu den am meisten unterschätzten Städten Deutschlands. Das mag am VfL Osnabrück liegen, der ständig zwischen den Fußballligen zwei und drei wechselt.

Boom dank der Uni.

Kapitalanleger tun gut daran, sich in Osnabrück weniger um Hopfen und Malz als vielmehr um Wohnungen zu kümmern, mit denen sich Geld verdienen lässt. Der Grund für die Zuversicht: Die Kaufpreise sind laut Essener Wirtschaftsforschungsinstitut RWI von 2008 bis 2018 zwar im Schnitt um 54 Prozent gestiegen, aber längst nicht so enteilt wie etwa im 50 Kilometer südlich gelegenen Münster. Zugleich wächst die Bevölkerung, unter anderem wegen der boomenden Universität. „Kapitalanleger müssen in gut vermietbaren Lagen mit 2.000 bis 3.500 Euro pro Quadratmeter kalkulieren“, sagt Marie-Luise Janning, Geschäftsführerin des örtlichen Maklerbüros Janning Immobilien. „Sowohl Apartments als auch Drei- oder Vierzimmerwohnungen, die sich für Wohngemeinschaften von Studenten eignen, sind gut vermietbare Wohnungsgrößen.“

Insbesondere an Dreizimmerwohnungen bestehe Mangel in der Stadt. Als typische Quadratmetermieten nennt sie acht Euro in Altbauwohnungen bis zu 15 Euro in Neubau-Apartments. Generell rät Janning primär dazu, sich in den uninahen Stadtteilen Westerberg, Weststadt und Wüste sowie in der Innenstadt nach passenden Wohnungen umzusehen.

Geheimtipp Hafen.

Jenseits aller Hochschulargumente rät die Expertin Anlegern zum Stadtteil Eversburg, der vom dortigen Neubaugebiet Landwehrviertel („Quebec Barracks“) profitieren werde. Hellern, ein weiterer Stadtteil, werde gemeinhin unterschätzt, punkte jedoch mit seiner guten Verkehrsanbindung. Einen Geheimtipp hat Janning auch noch. Das Gebiet Osnabrück Hafen locke Kultur und Unternehmen an. Womöglich das In Viertel Osnabrücks von morgen. Wie eng höchst verschieden geprägte Stadtteile beieinander liegen, erklärt Janning am Beispiel des bevorzugten Westerberges, wo für Top-Wohnungen bis zu 6.000 Euro pro Quadratmeter zu zahlen sind. Im angrenzenden Eversburg kommen Käufer nach ihren Erfahrungen im Schnitt mit 2.500 bis 2.800 Euro hin. Interessenten sollten sich auch noch diese Hinweise Jannings merken. „Barrierefreie Wohnungen in zentraler Lage sind für Kapitalanleger ein sehr gutes Investment“, sagt sie. Ganz einfach deswegen, weil zahlreiche Senioren vom Stadtrand in die City ziehen wollten. Sodann verweist sie auf zwei weitere Neubaugebiete: eines an der Lürmannstraße (Westerberg) und das Gebiet Grüner Garten in Osnabrück-Voxtrup. Auch dort könnten sich Kaufgelegenheiten ergeben, die keinesfalls zu unterschätzen sind.

Quelle (Text): Magazin €uro, Ausgabe 10/2019

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